Sonderausstellung "Essen neu denken"
17. März bis 13. September 2026

Links steht "Essen neu denken - New Food Systems". Rechts ist ein schwebender Burger, aus dem Pilze herauswachsen.

Wie könnte unsere Ernährung in der Zukunft aussehen? 

Die Ausstellung „Essen neu denken“ zeigt vielfältige Möglichkeiten. Ab dem 17. März 2026 laden wir Sie ein, innovative Lebensmittel und nachhaltige Produktionsmethoden kennenzulernen.

Wie wir Lebensmittel herstellen, verändert sich stark. Denn die Lebensmittelproduktion steht vor großen Herausforderungen: Sie ist vom Klimawandel und Umweltbelastungen betroffen und trägt gleichzeitig zu ihnen bei. Außerdem muss sie immer mehr Menschen versorgen. Neue Rohstoffe, Verfahren und Produktionsmethoden eröffnen neue Möglichkeiten, doch nicht alles landet automatisch auf unserem Teller. Denn Essen ist ein emotionales Thema: Was schmeckt uns? Und was macht für uns "gutes" Essen aus?

Die Ausstellung „Essen neu denken. NewFoodSystems“ des Deutschen Museums Nürnberg gastiert im NAWAREUM und lädt Sie ein, Ihre eigene Perspektive zu hinterfragen, neue Technologien kennenzulernen und mitzureden.

Die Wanderausstellung wurde vom Deutschen Museum Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Innovationsraum NewFoodSystems - Neue Lebensmittelsysteme entwickelt. Dieser Verbund mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft arbeitet an neuen Ansätzen für die Ernährung von morgen. Der Innovationsraum und die Wanderausstellung werden im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Im Vordergrund ist eine Vitrine mit Lebensmittelfarbstoffen. Im Hintergrund interagieren mehrere Menschen mit den Mitmachstationen einer Ausstellung.
Eine Frau und ein Mann betrachten eine Vitrine, die Hilfsmittel zur Zellkultivierung beinhaltet.
Zwei Männer betrachten unterschiedliche Exponate in einem Ausstellungsraum. Im Hintergrund sitzt eine Frau und liest ein Buch in einer Leseecke.
Eine Frau und ein Mann benutzen eine interaktive Ausstellungsstation. Der Mann befestigt einen Aufkleber an einer Tafel.
Fünf Menschen betrachten unterschiedliche Exponate in einem Ausstellungsraum. Die Ausstellungsmöbel sind in verschiedenen Blautönen gehalten.
Fünf Menschen betrachten unterschiedliche Exponate in einem Ausstellungsraum. Die Ausstellungsmöbel sind in verschiedenen Grüntönen gehalten.

Highlights der Ausstellung:

  • Interaktive Erlebnisse: Entdecken Sie neue Perspektiven auf Lebensmittel und reflektieren Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten.
  • Zukunftsweisende Technologien: Erfahren Sie, an welchen Verfahren, Anbaumethoden und Lebensmitteln geforscht wird und welche Chancen und Herausforderungen bestehen.
  • Kulturelle und ethische Aspekte: Diskutieren Sie die gesellschaftlichen Werte und Herausforderungen rund um unsere Ernährung.​

Besuchsinformationen:

Ein Cracker, auf dem etwas Frischkäse und königsblaue Gelee-Kügelchen angerichtet sind. Links daneben ist ein blaues Pulver-Häufchen..
Bild: NewFoodSystems/Janosch Gruschczyk
Der blaue „Kaviar“ auf diesem Cracker mit Frischkäse basiert auf einem Farbstoff aus Spirulina, einem Cyanobakterium. Seine Form entsteht durch die Mischung mit Alginat. Diese Lebensmittelzutat hat gelartige Eigenschaften und wird aus Algen gewonnen.
Oregano-Anbau unter LED-Lampen.
Bild: NewFoodSystems/Janosch Gruschczyk
Oregano wächst unter kontrollierten Bedingungen. Das ausgewählte Lichtspektrum beeinflusst die Menge ätherischer Öle in der Pflanze und damit die Intensität des Geschmacks.
Links sind getrocknete Mehlwürmer und Heimchen, in der Mitte Insektenmehl, und rechts ein angeschnittener Proteinriegel.
Bild: NewFoodSystems/Janosch Gruschczyk
Vom Rohstoff zum Produkt: Aus getrockneten Mehlwürmern und Heimchen (links) stellt man Insektenmehl (mittig) her. Verwendet werden kann es dann beispielsweise in einem Proteinriegel (rechts).
Getrocknete Süßlupinen und ein Glas mit weißer, milchähnlicher Flüssigkeit.
Bild: NewFoodSystems/Janosch Gruschczyk
Die bekanntesten Milch-Alternativen basieren auf Soja, Hafer, Mandeln oder Reis. Abgebildet ist eine „Milch“, die aus Süßlupinen hergestellt wurde.

Häufige Fragen zu New Food / Novel Food

Was bedeutet Novel Food?

Novel Food bezieht sich auf neuartige Lebensmittel, die vor dem 15. Mai 1997 in der EU nicht in nennenswertem Umfang verzehrt wurden und besonderen Zulassungsverfahren unterliegen.

 

Warum sind neuartige Lebensmittel wichtig?

Sie bieten innovative Lösungen für nachhaltige Ernährung und können dazu beitragen, globale Herausforderungen wie Ressourcenknappheit und Klimawandel zu bewältigen.

 

Was sind Beispiele für Novel Food?

Beispiele für Novel Food sind Proteine von Pflanzen wie Süßlupinen oder essbare Insekten.

 

Was ist NewFoodSystems?

NewFoodSystems ist ein staatlich geförderter Innovationsraum, der Akteure aus Lebensmittelforschung und -wirtschaft vernetzt, um Innovationen in die Praxis zu bringen und Umweltbelastungen zu senken sowie biologische Ressourcen effizienter zu nutzen. Mehr Informationen

Häufige Fragen zu fermentierten Lebensmitteln

Was sind fermentierte Lebensmittel?

Fermentierte Lebensmittel werden durch den natürlichen Prozess der Fermentation hergestellt, bei dem Mikroorganismen wie Bakterien Zucker in Säuren oder Alkohol umwandeln. Mehr Informationen

 

Warum sind fermentierte Lebensmittel gesund?

Sie können die Verfügbarkeit der Nährstoffe verbessern und enthalten oft Probiotika, die gut für die Darmgesundheit sind.

 

Wie funktioniert die Fermentation?

Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze wandeln Zucker in Lebensmitteln in Säuren oder Alkohol um, was den Geschmack verändert und die Haltbarkeit verlängert.

 

Welche Beispiele gibt es für fermentierte Lebensmittel?

Bekannte Beispiele sind Joghurt, Sauerkraut, Tempeh und Kefir.

Häufige Fragen zu alternativen Proteinen und pflanzlichen Proteinen

Was sind alternative Proteine?

Alternative Proteine sind Proteinquellen, die nicht aus herkömmlichem Fleisch stammen, wie pflanzliche Proteine, Insektenproteine, Mykoproteine (aus Pilzen) oder zellkultiviertes Fleisch. Mehr Informationen

 

Warum sind alternative Proteine wichtig?

Sie können nachhaltiger und umweltfreundlicher hergestellt werden als Fleisch. Jedoch unterscheiden sich die Umweltauswirkungen von Produkt zu Produkt. Daher ist eine individuelle Beurteilung nötig. Mehr Informationen

 

Welche pflanzlichen Proteinquellen gibt es?

Beispiele sind Erbsen, Soja, Hanf, Linsen, Bohnen, Nüsse, Hafer, Dinkel, Buchweizen und Quinoa.

 

Wie gesund sind pflanzliche Proteinquellen?

Sie sind oft fettarm, ballaststoffreich und enthalten kein Cholesterin. Sie leisten daher einen guten Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung.

 

Kann ich meinen Proteinbedarf aus pflanzlichen Quellen decken?

Durch eine abwechslungsreiche Ernährung mit Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen und Vollkornprodukten können Erwachsene alle notwendigen Aminosäuren aufnehmen. Besonders zu beachten ist die Aufnahme von Vitamin B12, welches kaum in Pflanzen vorkommt, sowie einigen weiteren Mikronährstoffen. Mehr Informationen

Häufige Fragen zur Nachhaltigkeit und zur Zukunft der Ernährung

Was ist Urban Farming und welche Rolle könnte es in der Zukunft spielen?

Urban Farming nutzt bebaute Flächen zur Nahrungsmittelproduktion; bei Hochhäusern spricht man von Vertical Farming. Es wird wichtiger, weil Bevölkerung und Städte wachsen, während Anbauflächen schrumpfen.

 

Was ist ein CUBES Circle und was hat er mit Urban Farming zu tun?

CUBES sind standardisierte, stapelbare Module für die Nahrungsmittelproduktion auf begrenztem Raum, zum Beispiel in der Stadt. Ziel ist ein naturähnlicher Stoffkreislauf (CUBES Circle) mit möglichst wenig Zusatzstoffen, Emissionen und Abfällen. Mehr Informationen

 

Wie trägt pflanzliche Ernährung zur Nachhaltigkeit bei?

Pflanzliche Ernährung verbraucht im Durchschnitt weniger Ressourcen wie Wasser und Land und verursacht geringere Treibhausgas-Emissionen, sofern die anderen Parameter vergleichbar sind. Mehr Informationen

 

Was sind die Vorteile von Insektenprotein?

Insektenprotein ist nährstoffreich, benötigt weniger Platz und Wasser in der Produktion und könnte eine nachhaltige Proteinquelle für die Zukunft sein. Mehr Informationen

 

Was ist zellkultiviertes Fleisch?

Zellkultiviertes Fleisch wird aus tierischen Zellen im Labor gezüchtet, ohne Tiere halten zu müssen. Es wird auch „in‑vitro‑Fleisch“ oder „cultured meat“ genannt. Da die Produktion bisher nicht industriell ist, sind Aussagen zu Energiebedarf und Klimawirkung unsicher, während sich Vorteile beim Flächen‑, Wasser‑ und Antibiotikaverbrauch abzeichnen. Vor einer Zulassung in Europa müssen gesundheitliche und rechtliche Fragen geklärt werden. Mehr Informationen

 

Welche Rolle spielen Algen in der zukünftigen Ernährung?

Algen sind eine nährstoffreiche und schnell wachsende Proteinquelle. Ihre Umweltfreundlichkeit hängt davon ab, wieviel Energie zum Anbau verwendet wird, und woher die Energie stammt. Beispiele sind Makroalgen wie Nori und Wakame, sowie Mikroalgen wie Chlorella und Spirulina (eigentlich keine Alge, sondern ein Cyanobakterium).